Nebenkosten beim Hauskauf oder Hausbau

Wer eine Immobilie baut oder erwirbt, muss weit mehr als nur den reinen Kaufpreis zahlen: Die Nebenkosten beim Hauskauf oder Hausbau können beachtlich sein. Beim Hauskauf oder Hausbau ist es mit den bloßen Erwerbskosten nicht getan. Denn es fallen einige Nebenkosten an, die in der Regel mehr als zehn Prozent der Kaufsumme zusätzlich ausmachen. Nebenkosten – einige Beispiele Makler-Gebühren (3,57 bis über sieben Prozent) Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland zwischen 3,5 und fünf Prozent) Notar- und Gerichtsgebühren (bis zu zwei Prozent) Umzugskosten Miete für die alte Wohnung vor Baufertigstellung/Einzug Renovierungskosten (beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie) Versicherungen Erschließungskosten (Neubau) Bodengutachten (Neubau) Doch auch die Extra-Wünsche beim Hausbau oder Hauskauf können zusätzlich ins Geld gehen.

Beim freistehenden Haus verteuern beispielweise aufwendige Außenanlagen und Begrünungen das Vorhaben. Auch eine neue Küche kostet viel Geld. Oft entsprechen zudem die standardmäßig angebotenen oder bereits vorhandenen sanitären Einrichtungen nicht den eigenen Vorstellungen. Doch jedes Extra erhöht die Nebenkosten. Deshalb: nicht zu knapp kalkulieren. Gehen die monatlichen Zahlungen an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit, sollten potentielle Bauherren und Immobilienkäufer besser auf einen günstigeren Zeitpunkt warten. In solchen Fällen sollte man prüfen, ob ein preiswerteres Objekt in Frage kommt. Reserven für den Hausbau bilden Ein Hausbau kann sich unvorhergesehen verteuern.

Deshalb sollte dafür eine zusätzliche Reserve vorhanden sein. Wird beispielsweise erst beim Ausgraben der Baugrube ein hoher Grundwasserspiegel entdeckt, kommt der Keller teurer. Die Bodeneigenschaften sollte man darum schon vor Baubeginn abklären lassen. Noch schlimmer: Der Bauträger geht während der Bauzeit pleite. Deshalb beim Vertragsabschluss auf faire Vereinbarungen achten: „Viele Zahlungspläne sind versteckte Vorauszahlungen“, warnt Frank Staudinger vom Verband privater Bauherren.

Bei einem Konkurs des Bauunternehmens ist das zu viel bezahlte Geld dann weg. Auf genaue Leistungsbeschreibungen achten Nicht nur die Nebenkosten machen den Hausbau oft teurer, oft ist auch eine ungenaue oder unvollständige Bau- und Leistungsbeschreibung des Bauträgers, die die Kosten in die Höhe treibt: Während des Baus kommen dann oft weitere Kosten auf den Bauherrn zu, die dieser nicht eingeplant hatte. Tipp: Gefällt Ihnen ein Haus in ihrer Umgebung, klingeln Sie einfach und fragen den Eigentümer, ob er mit der Baufirma zufrieden war. Allgemeine Beratungen bieten zudem Verbraucherzentralen an. (Quelle Immowelt.de)