Bis Ende März können Vermieter Grundsteuererlass beantragen

Laufende Kosten, aber keine Mieteinnahmen: Steht eine Immobilie lange Zeit leer, ist das für den Vermieter ärgerlich. Allerdings können Vermieter, die unverschuldet Mietausfälle hatten, rückwirkend einen Grundsteuererlass beantragen. Die Anträge für das Jahr 2013 müssen bis spätestens 31. März 2014 bei den zuständigen Gemeinden eingereicht werden. Steht eine Immobilie lange leer und wirft keinen Ertrag ab, können Vermieter einen Grundsteuererlass beantragen. Grundsätzlich können Vermieter, die unverschuldet Mietausfälle verzeichnet haben, einen Teil der Grundsteuer zurückverlangen.

Die Anträge müssen laut Grundsteuergesetz immer bis zum 31. März des Folgejahres schriftlich bei den Steuerämtern der Gemeinden oder Städten gestellt werden. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sind die Finanzämter zuständig. Für das Jahr 2013 können Vermieter ihre Anträge noch bis zum 31. März 2014 stellen. Grundsteuererlass hängt von verschiedenen Faktoren ab Ein Grundsteuererlass wird allerdings nur genehmigt, wenn der Vermieter nachweisen kann, dass er für die Mietausfälle nichts kann. Ursachen für Mietausfälle können der allgemeine Mietpreisverfall, zahlungssäumige Mieter oder Leerstand – auch strukturell bedingt – sein.

Einen Teil der Grundsteuer bekommen Vermieter in der Regel auch zurück, wenn Ereignisse wie Hochwasser oder Wohnungsbrände zu Mietausfällen führen. Da der Immobilieneigentümer in der Beweispflicht ist, ist es ratsam, der Gemeinde beziehungsweise dem Finanzamt darzulegen, dass man alles dafür getan hat, um Mietausfälle zu vermeiden. So muss der Vermieter bei Leerstand beispielsweise belegen können, dass er wirklich gezielt nach Mietern gesucht hat. Bleiben die Mieteinnahmen um mehr als 50 Prozent hinter dem normalen Rohertrag – also der Sollmiete, die der Mieter normalerweise für die Immobilie zahlen muss – zurück, werden 25 Prozent Grundsteuer erstattet. Konnte die Immobilie das ganze Jahr überhaupt nicht genutzt werden und hat dadurch gar keinen Ertrag abgeworfen, werden 50 Prozent Grundsteuer erlassen. (Quelle: Immowelt.de)